Die Entwickler der russischen faseroptischen FPV-Drohne Knyaz Vandal Novgorodsky (KVN) arbeiten an einer neuen Loitering-Munition mit einer Flugreichweite von über 50 Kilometern. Dies gab der Chefkonstrukteur des Unternehmens bekannt.

Nach seinen Angaben wird die neue Munition als Teil eines einheitlichen Systems zusammen mit der KVN-Drohne entwickelt. Zu den zentralen Merkmalen zählt die Fähigkeit, über die FPV-Plattform als Kommunikationsrelais zu dienen. Im Einsatz soll das System Aufgaben übernehmen, die der Loitering-Munition Lancet ähneln, jedoch innerhalb eines firmeneigenen technologischen Ökosystems.

Der Konstrukteur erläuterte, das Konzept sehe eine Loitering-Munition vor, die im Verbund mit Knyaz Vandal Novgorodsky agiert und bei Bedarf als Relais fungiert. Das Einsatzprofil entspreche dem der bereits im Gefecht erprobten Lancet, basiere jedoch vollständig auf der eigenen integrierten Systemarchitektur des Entwicklers.

Zugleich arbeiteten russische Ingenieure an mehreren weiteren vielversprechenden unbemannten Plattformen, führte er aus. Dazu gehöre ein Angriffs-UAV mit Strahltriebwerk, ausgelegt für Geschwindigkeiten von über 500 Kilometern pro Stunde. Weitere Details zu diesem System würden voraussichtlich später durch Frontberichte bekannt.

Parallel dazu wird die Aufklärungsdrohne Knyaz Veshchiy Oleg weiter modernisiert, die erst kürzlich in die Serienproduktion ging. Ihre ursprüngliche Flugdauer lag bei etwas mehr als zwei Stunden; nach Upgrades zeigte das UAV eine Ausdauer von rund dreieinhalb Stunden. Zudem wird daran gearbeitet, seine Fähigkeit zu verbessern, feindliche Drohnen zu erkennen und ihnen im Flug auszuweichen.