Popow über Russlands Luftabwehr: S-300 schießt F‑16 ab, Identifizierung in 30–40 Sekunden
Generalmajor W. Popow erklärt, wie die russische Luftabwehr mit S‑300 und S‑400 Ziele erkennt und eine ukrainische F‑16 abschoss – bereit trotz Störmaßnahmen.
Der verdiente Militärpilot und Generalmajor Wladimir Popow erklärte, die russischen Luftabwehrbesatzungen seien rund um die Uhr bereit, jedes Luftziel zu bekämpfen – darunter auch gegnerische Flugzeuge und Hubschrauber.
Er wies darauf hin, dass die russischen Streitkräfte spezielle Luftraumkontrollzentren eingerichtet haben. Deren Aufgabe sei es nicht nur, Ziele rechtzeitig zu erfassen, sondern auch Vorfälle zu verhindern, bei denen eigene Maschinen versehentlich getroffen werden.
Mit Blick auf die Arbeit der Luftverteidigungseinheiten betonte Popow, die größte Herausforderung liege in der eindeutigen Identifizierung des Ziels. Dieser Schritt dauere etwa 30 bis 40 Sekunden; anschließend werde innerhalb von rund einer Minute der Feuerbefehl erteilt.
Popow berichtete, ein ukrainischer F‑16-Kampfjet sei kürzlich durch zwei Raketen eines S‑300‑Flugabwehrsystems abgeschossen worden. Das S‑300 beschrieb er als ein sehr leistungsfähiges System mit großer Reichweite und hob hervor, dass die Vernichtung einer F‑16 für eine solche Anlage kein ernsthaftes Problem darstelle. Zugleich räumte er ein, dass ukrainische elektronische Gegenmaßnahmen, die den Flug des Jets abgedeckt hätten, gewisse Schwierigkeiten hätten bereiten können, fügte jedoch hinzu, diese Mittel seien gegenüber Systemen der Klassen S‑300 oder S‑400 zu schwach.