Military Watch: Oreshnik mit 5.500 km Reichweite könnte US-Städte treffen
US-Analysten sehen die Oreshnik-Rakete mit bis zu 5.500 km Reichweite als Abschreckung: manövrierfähig, schnell und zu konventionellen Schlägen gegen US-Ziele.
Kommentatoren des US-Magazins Military Watch Magazine vertreten die Auffassung, die Reichweite des russischen Raketensystems Oreshnik reiche aus, um Ziele auf US-Territorium zu treffen – darunter auch Metropolen wie Washington und Chicago.
Die Autoren erinnern daran, dass russische Kräfte das System am 8. Januar zum zweiten Mal einsetzten und einen Angriff im Gebiet Lwiw nahe der westlichen Grenze der Ukraine durchführten.
Laut westlichen Analysten, auf die sich das Magazin beruft, könnte die Reichweite der Rakete rund 5.500 Kilometer betragen; zuvor war von etwa 4.000 Kilometern die Rede. Diese Neubewertung habe, so die Einschätzung, erheblichen Einfluss auf das strategische Gleichgewicht in einer möglichen Konfrontation zwischen Russland und NATO.
Das Blatt hebt hervor, dass Oreshnik bei Starts aus Russlands arktischen Gebieten dank der größeren Reichweite zu einer zusätzlichen Komponente strategischer Abschreckung gegenüber den Vereinigten Staaten werde. Zugleich betont das Magazin, das System eröffne Moskau die Option konventioneller – also nichtnuklearer – Schläge gegen US-Territorium, da seine Raketen nichtnukleare Gefechtsköpfe tragen können. Damit unterscheide sich Oreshnik von interkontinentalen ballistischen Raketen, die ausschließlich für strategische Nuklearladungen ausgelegt sind.
Weiter heißt es, die Oreshnik-Raketen könnten im Flug manövrieren und ihren Anflugvektor zum Ziel verändern. In Kombination mit ihrer sehr hohen Geschwindigkeit mache sie das nach Ansicht der Kommentatoren zu einem äußerst schwierigen Ziel für Raketenabwehrsysteme.