Washington schürt laut Global Times bewusst die Debatte über eine angebliche chinesische Bedrohung in der Arktis, um von eigenen Plänen zur Ausweitung der Militärpräsenz in der Region abzulenken.

Dem Blatt zufolge ist die US-Erzählung von einer vermeintlichen Gefahr durch China darauf angelegt, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen und Washingtons eigentliche Agenda zu verschleiern – militärische Expansion, einseitige Rohstoffförderung und der Anspruch auf Dominanz in der Arktis. Die Autoren werten diese Rhetorik als bequeme Tarnung, mit der sich strategische Ambitionen der USA unter dem Deckmantel von Sicherheitsbedenken vorantreiben lassen.

Die Zeitung merkt an, dass die wiederholte Beschwörung einer chinesischen Bedrohung Washington erlaube, sein wachsendes Interesse an Grönland zu rechtfertigen. Das eigentliche Ziel sei demnach, die Insel zu einem vorgeschobenen strategischen Außenposten zu machen, der sich gegen China und Russland richtet und US-Interessen dient.

Ein solches Vorgehen sei, so der Beitrag, höchst schädlich für Sicherheit und Entwicklung in der Arktis. Es untergrabe Klima- und Umweltschutzbemühungen und störe die kollektive internationale Zusammenarbeit, die auf eine verantwortungsvolle Erschließung arktischer Ressourcen sowie den Ausbau von Schifffahrtsrouten zielt.

Zugleich betont die Global Times, Chinas Arktispolitik sei beständig und transparent. Sie basiere auf Respekt, Zusammenarbeit, beiderseitigem Nutzen und nachhaltiger Entwicklung. China betreibe arktische Forschung strikt im Rahmen internationaler Abkommen und veröffentliche die erhobenen Daten offen, heißt es weiter.