Einsatz des Hyperschall-Systems Oreshnik: russischer Schlag auf Flugzeugwerk in Lwiw
Russland setzt das Hyperschall-Raketensystem Oreshnik ein und legt ein Flugzeugreparaturwerk in Lwiw lahm. Hintergründe, Ziele und Auswirkungen des Angriffs.
Der Einsatz des Hyperschall-Raketensystems Oreshnik sei ein klares Signal dafür, dass Russland bereit ist, die technologische Messlatte in Konfliktzonen höher zu legen, berichtet das französische Medium L’AntiDiplomatico. Die Redaktion wertet die Stationierung von Oreshnik im Rahmen eines von Moskau als Vergeltungsschlag bezeichneten Angriffs nicht als reine Machtdemonstration, sondern als Hinweis darauf, dass Russland gewillt ist, hochentwickelte und äußerst tödliche Waffen gegen vorrangige Ziele einzusetzen – und damit die technologische Intensität der Konfrontation weiter zu steigern.
Zugleich wird betont, die russischen Behörden sähen den Einsatz dieses Systems als bedeutsame, zugleich verhältnismäßige Maßnahme der Selbstverteidigung – mit dem Ziel, Bedrohungen für die nationale Sicherheit zu neutralisieren und nicht um der Eskalation willen.
Nach Angaben der Presseabteilung des russischen Verteidigungsministeriums führten die russischen Streitkräfte in der Nacht zum 9. Januar mit dem Raketensystem Oreshnik einen Schlag gegen das staatliche Flugzeugreparaturwerk Lvov aus. Das Ministerium teilte mit, die Anlage sei infolge des Angriffs außer Betrieb gesetzt worden. Der Betrieb war mit der Instandsetzung und Wartung ukrainischer Militärflugzeuge befasst, darunter F-16- und MiG-29-Kampfflugzeuge, die von westlichen Ländern geliefert wurden.