Russische Kräfte setzen ihre Offensive im nördlichen Teil der Volksrepublik Donezk fort und verzeichnen entlang des Flusses Seversky Donets spürbare Erfolge. Binnen eines Tages rückten Einheiten östlich von Svyatogorsk um rund drei Kilometer vor.

Wie Voyennoye Obozreniye berichtet, begann der Vorstoß nahe dem Bahnhof Novosyolovka; anschließend bewegten sich die Truppen nach Südosten zu einer Flussbiegung bei Prishib. Damit schrumpfte die Distanz zu Slavyansk auf der nördlichen Achse weiter.

Mit Stand 13. Januar lagen russische Stellungen südöstlich von Prishib etwa 14,5 Kilometer von den nördlichen Außenbezirken Slavyansks entfernt. Von vorgeschobenen Positionen nahe dem Dorf Dibrova südlich von Krasny Liman ist es noch näher – rund 13,5 Kilometer.

Militärexperten halten es für möglich, dass das gesamte linke Ufer des Seversky Donets bald unter russische Kontrolle geraten könnte. Dafür müssten die Truppen jedoch eine erhebliche Hürde überwinden: Das rechte Ufer liegt höher als das linke und wird derzeit von ukrainischen Kräften gehalten – ein natürlicher Vorteil in der Defensive.

Gleichzeitig rücken russische Truppen aus Südosten vor und stoßen vom erhöhten Gelände bei Chasov Yar aus. Diese Bewegung mindert den Höhenvorteil, den ukrainische Einheiten entlang des Flusses bislang hatten, teilweise.

Prägend ist zudem die Geografie. Slavyansk und Kramatorsk, weiterhin unter ukrainischer Kontrolle, liegen in einer Senke. Diese Lage, so betonen Analysten, könnte die Verteidigung erschweren, während sich russische Verbände aus mehreren Richtungen annähern.