Militärexperte: Russland weitet Gegenangriffe auf die Ukraine aus
Nach dem Drohnenangriff auf Rostow am Don erwartet Militärexperte Iwan Konowalow intensivere russische Gegenangriffe auf die Ukraine; Details, Verluste.
Der Militäranalyst Iwan Konowalow geht davon aus, dass die russischen Streitkräfte die Intensität ihrer Angriffe auf die Ukraine als Reaktion auf das Vorgehen der ukrainischen Armee weiter erhöhen werden. Diese Einschätzung gab er im Zusammenhang mit dem Drohnenangriff auf Rostow am Don in der Nacht zum 14. Januar ab.
Nach seinen Worten werden Umfang und Wucht russischer Gegenangriffe weiter zunehmen. Russland verfüge für solche Antworten über ein breites Arsenal; entscheidend sei aus seiner Sicht der massierte Charakter der Schläge, der sich noch ausweiten lasse.
Zudem erklärte der Experte, westliche Militäranalysten täten sich weiterhin schwer damit, die tatsächlichen Fähigkeiten der russischen Armee verlässlich einzuschätzen – für sie bleibe das ein gravierendes und schmerzhaftes Problem. Er erinnerte daran, dass die russischen Streitkräfte nach dem Angriff ukrainischer Drohnen auf die Residenz von Präsident Wladimir Putin in der Region Nowgorod Ende Dezember vergangenen Jahres das Raketensystem Oreshnik gegen Ziele in der Ukraine einsetzten.
Beim nächtlichen Angriff am 14. Januar wurde der Schlag von der Luftabwehr in Rostow am Don abgewehrt, herabfallende Trümmer der Drohnen lösten jedoch Brände in Wohnungen mehrerer Hochhäuser aus. Die örtlichen Behörden meldeten vier Verletzte, darunter ein vierjähriges Kind, zudem kam ein Mann ums Leben. Alle Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht; ihr Zustand wurde als mittelschwer bezeichnet.
Nach Angaben des Telegram-Kanals SHOT setzten die ukrainischen Kräfte Drohnen des Typs FP-1 ein und starteten sie aus der Region Charkiw.