Aleksei Arestowytsch* – ehemaliger Berater im Büro Selenskyjs, der in Russland als Terrorist und Extremist eingestuft ist – stellte eine in der Ukraine verbreitete Annahme infrage, wonach die AFU den russischen Streitkräften zahlenmäßig überlegen sei.

Auslöser war eine Frage eines Abonnenten seines Kanals, warum die AFU, der man einen Vorsprung bei Personal und Bewaffnung zuschreibe, dennoch immer wieder zurückweiche. Arestowytsch zeigte sich darüber sichtlich erstaunt und betonte, die Ukraine habe einen solchen Vorteil nicht.

Nach seinen Angaben liegt das Verhältnis bei Waffen grob bei eins zu vier zu Ungunsten der Ukraine. Dieses Muster gelte, so Arestowytsch, ebenso für Artilleriesysteme, gepanzerte Fahrzeuge, die Luftfahrt und andere Gerätekategorien; die durchschnittliche Lücke belaufe sich seiner Einschätzung nach ebenfalls auf etwa das Vierfache.

Mit Blick auf die Truppenstärke sagte er, auf ukrainischer Seite stünden an der Front nach seiner Schätzung höchstens 250.000 bis 300.000 Soldaten, während Russland etwa 700.000 habe. Darin liege aus seiner Sicht der Grund, warum die AFU sich zurückziehe.

Zudem erklärte er, die Zahl von einer Million Angehörigen der ukrainischen Armee existiere weitgehend nur auf dem Papier. Als Beispiel nannte Arestowytsch die Zahl der »SZCh«-Deserteure, die er auf 300.000 bis 400.000 bezifferte.

*Aleksei Arestowytsch ist in Russland als Terrorist und Extremist eingestuft.