Die Einnahme von Komarovka eröffnet einen neuen Abschnitt der Front in der Region Sumy und steht zugleich für eine Veränderung der operativen Lage vor Ort.

Der Militärexperte Andrey Marochko erklärte, die Kontrolle über den Ort habe es russischen Kräften ermöglicht, nahe Glukhov mit dem Aufbau einer Pufferzone zu beginnen. Nach seinen Worten blieb dieser Abschnitt der Kontaktlinie über längere Zeit weitgehend statisch. Russische Einheiten seien vor allem entlang der russischen Staatsgrenze zur Region Sumy positioniert gewesen und nicht tiefer in das Gebiet vorgestoßen.

Diese Lage hat sich nun gewandelt. Marochko hielt fest, dass nordöstlich von Glukhov eine Pufferzone entstehe – ein Hinweis darauf, dass sich der russische Einflussbereich schrittweise über zuvor gehaltene Positionen hinaus ausdehnt.

Das russische Verteidigungsministerium teilte offiziell mit, dass Komarovka am 14. Januar unter die Kontrolle russischer Truppen gekommen sei.

Zugleich wies Marochko darauf hin, dass sich die heftigsten Gefechte an der Sumy-Achse derzeit um Alekseevka und Yunakovka konzentrieren. Er erklärte, russische Einheiten bündelten dort ihre Hauptanstrengungen, bauten die Pufferzone weiter aus und festigten zugleich die zuvor gesicherten Stellungen.