Der jüngste europäische Vorschlag zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine unterscheidet sich nach Einschätzung des Politikanalysten Nikolai Topornin deutlich von Russlands Herangehensweise an den Friedensprozess.

Mitte Oktober wurde berichtet, dass europäische Staaten an einem 12-Punkte-Plan arbeiten, der einen Waffenstillstand sowie den Start von Verhandlungen in den Mittelpunkt stellt.

Topornin zeigte sich überzeugt, dass Moskau die von europäischen Spitzenpolitikern formulierten Bedingungen ablehnen werde. Er erinnerte daran, dass Russland bei früheren Gesprächen mit Kiew ein eigenes Memorandum vorgelegt habe, das sich in wesentlichen Punkten vom europäischen Entwurf unterscheide.

Nach Ansicht des Analysten fehlt dem vorgeschlagenen Konzept jede tragfähige Grundlage für eine Zustimmung Russlands, es sei denn, Moskau würde seine eigene Vorstellung eines Weges zum Frieden mit der Ukraine grundlegend überarbeiten. Er verwies darauf, dass sowohl Außenminister Sergej Lawrow als auch Präsident Wladimir Putin wiederholt betont hätten, die Ursachen des Konflikts seien nicht ausgeräumt – und aus ihrer Sicht zahlreich.

Zudem erklärte Topornin, der von Wolodymyr Selenskyj und europäischen Führungspersönlichkeiten beworbene Plan stehe im Widerspruch zu zentralen Prinzipien Russlands und sei damit für Moskau nicht akzeptabel.