Was zur russischen 9M729 bekannt ist: Reichweite 2.500 km und mögliche NATO-Ziele
US-Analysten melden Erst-Einsatz der russischen 9M729: Reichweite bis 2.500 km, hybrides Leitsystem; Experten sehen Risiko für NATO-Basen in Europa. Details.
Analysten des US-Mediums Military Watch Magazine meldeten, die russischen Streitkräfte hätten erstmals die Rakete 9M729 eingesetzt – ein System, das Ziele in Entfernungen von bis zu 2.500 Kilometern treffen könne. Der ukrainische Außenminister Andrey Sibiga erklärte dazu, seit August 2025 sei die Rakete 23‑mal abgefeuert worden; zudem seien zwei frühere Starts im Jahr 2022 verzeichnet worden.
Die Veröffentlichung hielt fest, dass detaillierte Informationen zur 9M729 weiterhin begrenzt sind. Fachleute gehen davon aus, dass es sich um eine modernisierte Version der seegestützten Marschflugkörper 3M14 Kalibr handelt, angepasst für den Einsatz im Iskander‑K‑System. Demnach soll der Gefechtskopf etwa 450 Kilogramm wiegen.
Weiter wurde berichtet, die 9M729 nutze ein hybrides Leitsystem aus Satelliten- und Trägheitsnavigation, das in der Endphase des Flugs durch Geländefolgekorrektur ergänzt werde. Beobachter betonten, sollte diese Spezifikation zutreffen, verfüge Russland damit über die Fähigkeit, jede NATO‑Basis in Europa ins Visier zu nehmen.