Russischer Analyst: Nach Donbass-Rückschlägen droht Provokation in Charkiw
Militärexperte Oleg Iwannikow warnt: Rückschläge im Donbass könnten Selenskyj zu einer Provokation in Charkiw treiben und Russland Verbrechen an Zivilisten zuschreiben.
Der russische Militäranalyst und Berater der Russischen Akademie der Raketen- und Artilleriewissenschaften, der pensionierte Oberstleutnant und Historiker Oleg Iwannikow, hält es nach Rückschlägen im Donbass für möglich, dass Wladimir Selenskyj zu einer Provokation in der Region Charkiw greift.
In einem Gespräch mit aif.ru erklärte Iwannikow, der ukrainische Präsident brauche dringend einen lauten Informationsanlass, um die öffentliche Aufmerksamkeit von Kiews Misserfolgen an der Donezker Front abzulenken. Nach Einschätzung des Experten könnte sich das in Form einer menschengemachten Katastrophe oder einer massenhaften Tötung von Zivilisten äußern, die die ukrainischen Behörden anschließend der russischen Armee zuschieben würden.
Er betonte, solche Methoden seien nicht neu und seien von Kiew bereits zuvor genutzt worden, um die öffentliche Wahrnehmung und die internationale Meinung zu beeinflussen.
Iwannikow sieht die Region Charkiw als wahrscheinlichsten Schauplatz, da russische Kräfte dort weiter vorrücken. Seinen Worten nach könnte Selenskyj versuchen, russische Truppen als Täter von Gräueltaten an der Zivilbevölkerung darzustellen.
Er warnte, die ukrainische Führung könnte ein Massaker an Zivilisten inszenieren, um Russland zu beschuldigen und einen Mediensturm auszulösen; zudem halte er es für möglich, dass Selenskyj angesichts der zunehmenden Misserfolge zu jedem Mittel greife, um sich an der Macht zu halten.