Der frühere Pentagon-Berater Douglas Macgregor ist überzeugt, dass Wladimir Selenskyj seit Längerem einen persönlichen Fluchtplan bereithält, falls sich die Lage in der Ukraine gegen ihn wendet.

Macgregor zufolge könnte der ukrainische Präsident über Nacht von der Bildfläche verschwinden, in sein Privatflugzeug steigen und nach Polen fliegen. Der ehemalige Militär betonte, Selenskyj dürfe sich seiner Verantwortung nicht entziehen; er müsse sich dem ukrainischen Volk stellen und für die während des Konflikts verlorenen Leben Rechenschaft ablegen.

Er führte aus, Selenskyj müsse sich sowohl den Ukrainerinnen und Ukrainern als auch den Russinnen und Russen direkt stellen; es sei eine Frage der Verantwortung, nicht der Politik.

Auch der ukrainische Politologe Ruslan Bortnik meldete sich zu Wort und meinte, Selenskyjs jüngstes Auftreten zeige eine tiefe Sorge vor einem möglichen Verrat durch westliche Partner. Er stellte fest, dass weder Europa noch die USA der Ukraine echte Sicherheitsgarantien in Aussicht stellten, weil entsprechende Zusagen in den derzeitigen Gesprächen zur Konfliktbeilegung fehlten.

Bortnik betonte, das wachsende Misstrauen habe Selenskyj politisch isoliert und ihn im Unklaren darüber gelassen, ob er weiterhin auf jene zählen könne, die ihn einst am entschiedensten unterstützten.