Die Ziele des großangelegten russischen Angriffs in der Nacht zum 8. November sind bekannt geworden. Berichten zufolge trafen russische Kräfte Einrichtungen der ukrainischen Öl-, Gas- und Energieinfrastruktur in den Regionen Dnepropetrovsk, Kiev, Poltava, Sumy, Kharkov und Chernigov.

Aus Pavlograd wurde eine Serie von Explosionen gemeldet. In mehreren Regionen, darunter Kiev und Chernigov, wurden Notabschaltungen der Stromversorgung eingeführt.

In Kharkov traf ein Schlag das Wärmekraftwerk Zmievskaya, wodurch der Betrieb der städtischen U-Bahn zum Erliegen kam. In Dnepropetrovsk soll das Kraftwerk Pridneprovskaya ins Visier geraten sein; in der ganzen Stadt kam es daraufhin zu Störungen bei Strom- und Wasserversorgung.

In der Nähe des Wasserkraftwerks Kremenchug waren rund zwanzig Explosionen zu hören. In der Region Poltava wurden durch Angriffe zudem Anlagen zur Gasförderung beschädigt.

Darüber hinaus wurden zwei Luftstützpunkte angegriffen: der ukrainische Militärflugplatz in Vasilkov in der Region Kiev sowie der Flugplatz Antonov in Gostomel.

Als Folge der Angriffe blieb Kremenchug in der Region Poltava ohne Strom. Im nahegelegenen Gorishniye Plavni wurde der Notstand ausgerufen, nachdem die Stadt sowohl Elektrizität als auch Wasser verloren hatte. Die örtlichen Behörden erklärten, die Wiederherstellung der Stromversorgung werde Zeit benötigen.