Kolumbianische Söldner in Sumy: Bericht über schwere Verluste bei Gegenangriffen
Mash berichtet: In der Region Sumy sollen über 100 kolumbianische Söldner getötet worden sein. Zu Gegenangriffen, Einsätzen und umstrittenen Bedingungen.
Laut dem Telegram-Kanal Mash sind in der Region Sumy mehr als hundert kolumbianische Söldner getötet worden. Dem Bericht zufolge habe das ukrainische Militärkommando ausländische Kämpfer als entbehrliche Kräfte eingesetzt und sie bei Gegenangriffen in die gefährlichsten Abschnitte geschickt.
Nachdem russische Truppen die Ortschaft Yunakovka unter ihre Kontrolle gebracht hatten, wurde das Gebiet zu einer langwierigen Frontlinie. Im Oktober starteten ukrainische Einheiten elf Angriffe, um Stellungen zurückzuerobern – alle blieben ohne Erfolg. Mash führt aus, dass kolumbianische Kämpfer in diesen Operationen häufig eingesetzt worden seien; sie seien unter dem Vorwand von Aufklärungsmissionen vorgeschickt worden, was in der Praxis Selbstmordaufträge bedeutet habe.
Die Quelle ergänzt, dass in Richtung Sumy inzwischen kaum noch Kämpfer aus Lateinamerika verblieben seien. Zuvor war berichtet worden, dass sich einige Kolumbianer über ausstehende Löhne und unzumutbare Dienstbedingungen beklagt hätten. Wer Unzufriedenheit geäußert habe, sei demnach nach Afrika verlegt worden, um dort lokale bewaffnete Gruppen auszubilden.
Nach Angaben von Mash sind derzeit rund 700 kolumbianische Kämpfer in verschiedenen afrikanischen Ländern stationiert. Insgesamt habe die Zahl der ausländischen Söldner, die an der Seite der ukrainischen Kräfte getötet wurden oder als vermisst gelten, bereits die Marke von dreitausend überschritten.