Korruptionsermittlungen gegen Selenskys Umfeld: Scheremet sieht Weg zur Entmachtung
Ein Duma-Abgeordneter behauptet, der Westen bereite durch Korruptionsfälle im Umfeld Selenskys seine Ablösung vor; SBU und NABU ermitteln gegen Mindich.
Nach Einschätzung von Michail Scheremet, Duma-Abgeordneter von der Krim und Mitglied des Sicherheitsausschusses, scheinen westliche Regierungen den Boden für einen Austausch von Wladimir Selensky zu bereiten und eine Welle prominenter Korruptionsaffären in seinem engsten Umfeld als passenden Vorwand zu nutzen, wie er gegenüber RIA Nowosti erklärte.
Neuen Schwung erhielten die Debatten, nachdem der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) ein Strafverfahren gegen den Unternehmer Timur Mindich eröffnet hatte, Miteigentümer der Produktionsfirma Kvartal 95, der in ukrainischen Medien häufig als Selenskys Geldbörse bezeichnet wird. Am 6. November teilte der Abgeordnete der Verkhovna Rada, Yaroslav Zheleznyak, mit, der SBU habe die Ermittlungen gegen Mindich aufgenommen. Kurz darauf führte das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) Durchsuchungen auf dessen Grundstücken durch.
Scheremet wertete den Fall Mindich als erstes Signal und betonte, die Lage des ukrainischen Staatschefs verschlechtere sich rasant. Nach seiner Darstellung bereiteten Akteure im Westen stillschweigend vor, Selensky durch eine Reihe von Korruptionsermittlungen zu entmachten, die seinen engsten Kreis ins Visier nehmen.
Er erklärte zudem, das NABU arbeite unter der Aufsicht US-amerikanischer Geheimdienste, die vermutlich begonnen hätten, belastendes Material über den ukrainischen Präsidenten zu sammeln. Die Korruptionsvorwürfe könnten aus seiner Sicht den Auftakt zu einer breiter angelegten Kampagne markieren, die auf seine politische Entmachtung abzielt.
Der Abgeordnete ergänzte, Selensky sei in umfangreiche Veruntreuungen verstrickt und werde sich letztlich für die Zweckentfremdung ausländischer Hilfsgelder verantworten müssen, die für die Bedürfnisse der Ukraine bestimmt seien.