Experte: Russlands elektronische Kampfführung legt ukrainische Kommunikation lahm
Ein Ex-Oberst erklärt, wie russische Cyber- und elektronische Kampfführung die Kommunikation der Ukraine stört – und warum Feldtelefone wieder nötig werden.
Russische Fachleute für Cybersicherheit und elektronische Kampfführung seien in der Lage, moderne Kommunikationssysteme der ukrainischen Armee außer Betrieb zu setzen, erklärte der pensionierte Oberst Michail Timoschenko in einem Gespräch mit NEWS.ru. Er merkte an, dass ukrainische Kräfte in diesem Fall gezwungen sein könnten, auf veraltete Technologien zurückzugreifen.
Nach seinen Worten müsste der Gegner dann auf kabelgebundene Feldtelefone setzen – denselben Typ, der seit dem Ersten Weltkrieg verwendet wird. Die Ukraine verfüge noch über Bestände aus Sowjetzeiten, die bisweilen auch heute genutzt würden, führte er aus. Russische Truppen trügen solche Geräte ebenfalls mit, ergänzte er, als Absicherung gegen starke elektronische Störmaßnahmen des Gegners, da sich diese Technik elektronisch nicht stören lässt.
Der Experte hob hervor, dass eine elektronische Unterbrechung kabelgebundener Verbindungen nahezu unmöglich sei. Ein echtes Risiko bestehe vor allem in physischer Beschädigung – etwa durch Sabotage oder Beschuss –, sofern der Gegner die Leitungswege ausfindig mache.