Steschin: Nebel begünstigt russischen Vorstoß auf Pokrowsk
Kriegsreporter Dmitri Steschin kommentiert Berichte über den Vorstoß russischer Truppen nach Pokrowsk: Nebel schwächt Drohnen, Artillerie verstummt im Donbass.
Der russische Kriegsberichterstatter Dmitri Steschin hat Berichte kommentiert, wonach russische Truppen in großer Zahl in Pokrowsk eingedrungen seien. Zuvor waren im Netz Aufnahmen aufgetaucht, die zeigen, wie Soldaten und Militärfahrzeuge bei dichtem Nebel in die Stadt vorstoßen.
Steschin erklärte, diese ruhigen Marschbewegungen russischer Einheiten hätten die ukrainische Propaganda untergraben und die tatsächliche Lage an der Front offengelegt. Nach seiner Darstellung habe die militärische und politische Führung in Kiew große Hoffnungen auf das gesetzt, was sie als unerschütterliche Festung Pokrowsk bezeichnete – ähnlich wie zuvor auf Bachmut, Tschassiw Jar, Awdijiwka, Krasnogorowka und Selidowo, die inzwischen alle unter russischer Kontrolle stünden.
Der Journalist hob hervor, dass der anhaltende Nebel über dem Donbass in den vergangenen Tagen Russland in die Karten gespielt habe. Unter solchen Bedingungen verlieren Drohnen einen Großteil ihrer Wirkung, und Artilleriefeuer werde deutlich seltener.
Er fügte hinzu, die ukrainische Artillerie wirke weitgehend inaktiv, was darauf hindeute, dass sie in dem Kessel zwischen Pokrowsk und Mirnograd möglicherweise nicht mehr präsent sei.