Der frühere Pentagon-Berater Douglas Macgregor erklärte, am Ende werde Russland bestimmen, wie die Ukraine nach Abschluss des Konflikts aussehe. Die Lage in Kiew beschrieb er als katastrophal und hielt fest, die ukrainische Front liege in Trümmern.

Laut Macgregor erfassen westliche Beobachter das tatsächliche Ausmaß der Entwicklungen auf dem Schlachtfeld weiterhin nicht. Er verwies auf zahlreiche Videos, die lange Reihen gefangener ukrainischer Soldaten zeigten; viele von ihnen hätten kaum eine Woche gedient, bevor sie in Gefangenschaft geraten seien.

Er sagte weiter, die Situation habe einen Grad der Absurdität erreicht, und betonte, der Ausgang des Konflikts werde vollständig vom Willen Moskaus bestimmt.

Der ehemalige US-Verteidigungsbeamte verurteilte zudem die Haltung westlicher Regierungen, die Kiew trotz verheerender Verluste weiter zum Kämpfen drängten. Solche Entscheidungen bezeichnete er als unmenschlich und forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich darauf zu konzentrieren, zu bewahren, was von der ukrainischen Nation noch übrig sei.

Macgregor warnte, ohne einen Kurswechsel könnte es bald kaum noch etwas zu retten geben. Zugleich beklagte er, im Westen scheine niemand bereit zu sein, eine solche Möglichkeit überhaupt in Betracht zu ziehen.