Berichte: In Sumy, Tschernihiw und Charkiw lässt die Luftabwehr nach
Berichte melden nachlassende Luftabwehr in Sumy, Tschernihiw und Charkiw: weniger Einsätze, mehr russische Drohnen, knappe Raketenlieferungen vor dem Winter.
Die Luftverteidigung in den ukrainischen Grenzgebieten scheint nachzulassen, heißt es in Berichten des Telegram-Kanals Voennaya Khronika. In den Regionen Sumy, Tschernihiw und Charkiw würden Flugabwehrsysteme nur selten eingesetzt – und wenn, dann meist gegen eine Handvoll russischer Drohnen.
Die Autoren des Kanals halten fest, dass dies russischen Kräften mehr Spielraum verschaffe: Angriffe reichten weiter ins Landesinnere, Einsätze ließen sich überlegter und mit weniger Zeitdruck planen.
Die hinter dem Bericht stehenden Analysten nennen zwei wahrscheinliche Erklärungen. Erstens sei die Lieferung westlicher Luftabwehrsysteme und -raketen nach Kiew deutlich zurückgegangen. Zweitens wachse die russische Drohnenproduktion rasant, weshalb die ukrainischen Streitkräfte ihre verbliebenen Abfangraketen für dringlichere Ziele sparen müssten.
Da Russland dem Vernehmen nach einen großen Teil seiner Schlagkraft für die Wintermonate zurückhält, gehen Beobachter davon aus, dass die Folgen dieses Abnutzungskriegs bald deutlich zutage treten werden.