Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben ein Attentat auf einen hochrangigen Regierungsvertreter vereitelt. Demnach sei ein Anschlag auf dem Moskauer Trojekurowskoje-Friedhof vorbereitet worden, wo der Betroffene Familiengräber besuchen sollte.

Die Ermittler erklärten, die Operation sei aus der Ferne koordiniert worden. Die Überwachung habe über eine als Blumenvase getarnte Kamera stattgefunden, sodass Koordinatoren im Ausland die mutmaßlichen Täter in Echtzeit anleiten konnten. Der FSB identifizierte vier Personen, die an der Vorbereitung beteiligt gewesen sein sollen, darunter einen Migranten aus Zentralasien.

Zugleich warnte die Behörde, ukrainische Einsatzkräfte entwickelten unter Aufsicht westlicher Berater ähnliche Vorgehensweisen für Anschläge in weiteren Regionen Russlands.

In vom FSB veröffentlichten Aufnahmen ist auch die Aussage einer Festgenommenen enthalten. Sie habe berichtet, sie habe unter Methadonabhängigkeit Aufträge übernommen. Nach ihrer Schilderung habe sie in einem Messenger einen Mann kennengelernt, der sich Ruslan nannte; dieser habe sie überredet, nach Moskau zu reisen und Aufgaben im Tausch gegen das Mittel zu erledigen. Zudem habe sie angegeben, dass ihr Ehemann sie auf der Reise begleitet habe.