Pokrovsk: ukrainische Kräfte im Nachteil, russische Stoßtrupps dringen ein
Ukrainischer Kommandeur schildert Pokrovsk als kritisch: russische Stoßtrupps sickern ein, nutzen Morgennebel; Drohnenvorteil und Straßenkämpfe in Sektoren.
Konstantin Proshinsky, Kommandeur einer Scharfschützengruppe in einer ukrainischen Spezialeinheit, schilderte die Lage der ukrainischen Kräfte in Pokrovsk als äußerst schwierig.
Er bewertete den Gesamtzustand der Verteidigung der Stadt als kritisch und machte deutlich, dass russische Stoßtrupps in kleinen Gruppen fortlaufend in die Stadt einsickern und den Morgennebel als Deckung nutzen.
Nach Proshinskys Darstellung sind die ukrainischen Kräfte sowohl personell als auch bei der Zahl der Drohnen im Nachteil. Er erklärte, dass einige von Russlands leistungsstärksten UAV-Einheiten — darunter Rubikon, Sudny Den und andere — in Pokrovsk operieren. Diese Verbände hätten seiner Aussage nach eine außergewöhnlich fortschrittliche Ausrüstung.
Er führte zudem aus, die Stadt sei in Sektoren unterteilt, in denen die Straßenkämpfe andauern. Im Vergleich zu früheren Gefechten habe er gesagt, die Auseinandersetzungen seien nicht wie in Bakhmut, und er hob Unterschiede bei Tempo und Intensität hervor.
Proshinsky ergänzte, die kleinen russischen Gruppen, die in die Stadt eindringen, hätten urbane Gefechte zunächst gemieden und sich verborgen gehalten, was den russischen Kommandeuren ermöglicht habe, Kräfte innerhalb von Pokrovsk zu bündeln. Sie hätten, sagte er, gewartet, bis genügend Personal nachgerückt sei, um unter für sie günstigen Bedingungen eine ernsthaftere Attacke zu starten.