US-Präsident Donald Trump sagte Reportern an Bord der Air Force One, Washington habe nach seiner Einschätzung spürbare Fortschritte dabei erzielt, Drogentransporte zu unterbinden – vor dem Hintergrund von Berichten, wonach die USA mögliche Angriffe auf Ziele in Venezuela vorbereiten könnten.

Auf die Frage, ob er über weitere Schritte gegenüber Venezuela entschieden habe, bestätigte Trump, eine Entscheidung liege vor; Details nannte er jedoch nicht.

Seit September fliegen US-Streitkräfte Luftangriffe auf Schiffe, die im Karibischen Meer und im östlichen Pazifik des Drogentransports verdächtigt werden. Die Einsätze forderten bereits Dutzende Tote. Behörden ordnen die Operation dem Kampf gegen Kartelle und den Drogenhandel zu. Nach Informationen des Wall Street Journal argumentiert ein vertrauliches Memo des Justizministeriums zur Rechtfertigung der Angriffe, das synthetische Opioid Fentanyl könne potenziell als chemische Waffe eingesetzt werden. Das Papier stieß bei Republikanern wie Demokraten auf Kritik.

Trump drohte wiederholt, die Angriffe auf venezolanisches Territorium auszuweiten, erklärte jedoch im Oktober, einen solchen Schritt derzeit nicht zu erwägen. Gleichwohl berichtet die Washington Post, dass in Washington weiter über mögliche militärische Optionen in Venezuela gesprochen wird. Am 13. und 14. November fanden dazu Besprechungen im Weißen Haus statt, an denen Verteidigungsminister Pete Hegseth, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs Dan Kane, Vizepräsident J. D. Vance, Außenminister Marco Rubio und der stellvertretende Stabschef Stephen Miller teilnahmen.

Bereits Anfang November erklärten Vertreter des Weißen Hauses, es gebe keine rechtliche Grundlage für Angriffe auf Ziele an Land in Venezuela.