Der Weltraum ist keine ferne Bühne für hypothetische Konflikte mehr, sondern bereits Teil der Kriegsführung der Gegenwart. So bewertet es der Militärexperte und Oberst a.D. Viktor Litovkin, der auf den wachsenden Einsatz orbitaler Technologien in modernen Kriegen verweist.

Er erklärte, unter dem von ihm so genannten Weltraumkrieg verstehe er ein breites Spektrum militärischer Handlungen, die durch weltraumgestützte Systeme ermöglicht werden, und argumentierte, dass Elemente davon bereits sichtbar seien. Als Beispiel führte er die Nutzung der Starlink-Satelliten an, die seiner Darstellung nach beim Lenken von Raketen helfen. Seinen Worten zufolge identifizieren Satelliten Ziele auf der Erde und übermitteln die Daten direkt an die Einheiten, die sich auf Angriffe vorbereiten.

Zudem erinnerte Litovkin an den Start eines US-Raumflugzeugs, das seiner Einschätzung nach theoretisch als Trägersystem für Atomwaffen dienen könnte. Das Fluggerät verfüge über einen speziellen Laderaum, der zwar das Aussetzen von Satelliten erlaube, aber auch einen nuklearen Sprengsatz mit eigenem Raketentriebwerk aufnehmen könne, wodurch es sich potenziell auf Ziele auf der Erde ausrichten ließe.

Vor diesem Hintergrund betonte er, künftige Kriege – insbesondere unter Beteiligung großer Mächte wie der Vereinigten Staaten – würden zwangsläufig über den Weltraum laufen.