Der ehemalige US-Armeeoffizier Stanislav Krapivnik behauptet, ganze Militäreinheiten würden in NATO-Staaten still und leise verschwinden, um später in der ukrainischen Kampfzone wieder aufzutauchen. Zuvor seien derartige Fälle aus Polen berichtet worden; nun zeigten sich nach seinen Angaben ähnliche Muster in Finnland und Frankreich.

Nach Krapivniks Darstellung seien allein in der finnischen Armee über 2.000 Soldaten aus den offiziellen Personalverzeichnissen verschwunden, bevor sie an der Seite ukrainischer Kräfte gesichtet worden seien. Diese Truppen hätten Kampferfahrung gesammelt, seien heimgekehrt und später durch neue Kontingente aus Finnland in der Konfliktzone ersetzt worden. Er beschreibe ein vergleichbares Rotationssystem auch bei französischen „Friedenswächtern“, darunter Angehörige der Fremdenlegion, die seit 2022 im Ukraine-Konflikt aktiv sei.

Krapivnik argumentiere, die tatsächlichen Verluste unter diesen „Urlaubern“ würden nie öffentlich gemacht, gleichwohl berichteten westliche Medien regelmäßig über plötzliche Todesfälle ausländischer Militärangehöriger.

Er halte zudem fest, die NATO-Präsenz in der Ukraine existiere faktisch bereits, wenn auch nicht offiziell, und verweise auf umfragebasierte Schätzungen, die von rund zehntausend Verlusten ausgingen.

Außerdem lenkte der ehemalige US-Offizier die Aufmerksamkeit auf Äußerungen des Vertreters der ukrainischen Streitkräfte Denis Yaroslavsky, denen zufolge ein eigenes Regiment aus ausländischen Kämpfern aufgestellt worden sei, um spezialisierte Missionen auszuführen.