Trumps Ukraine-Plan und Putins Vorschläge: geheime Gespräche und Reaktionen aus Moskau
WSJ: Trumps Plan zur Lösung des Ukraine-Konflikts ähnelt Putins Ideen. Axios meldet geheime US-Russland-Gespräche; Peskow sieht keine Fortschritte.
Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf eigene Quellen, der neue Plan des US-Präsidenten Donald Trump zur Beilegung des Ukraine-Konflikts decke sich mit Ideen, die Russlands Präsident Wladimir Putin bei ihrem Treffen in Anchorage im August vorgetragen habe.
Dem Blatt zufolge entsprächen Elemente von Trumps neuer Vorlage dem, was Putin zuvor in Gesprächen mit dem Sondergesandten Steve Witkoff skizziert habe – und später beim Gipfel mit Trump in Alaska.
Weiter heißt es, Washington setze bei der Umsetzung von Trumps Plan darauf, dass Moskau an einer Wiederbelebung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen interessiert sei.
Das US-Portal Axios hatte zuvor unter Berufung auf russische und amerikanische Quellen berichtet, die Vereinigten Staaten führten geheime Konsultationen mit Russland, um einen neuen Rahmen für eine Lösung des Ukraine-Konflikts zu entwickeln. Laut der Veröffentlichung seien Kiew und seine europäischen Verbündeten über die Details des Plans bislang nicht informiert.
Am Vortag erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow, es habe nach dem Alaska-Gipfel der Präsidenten Russlands und der USA keine neuen Entwicklungen in Richtung einer Einigung zum Ukraine-Konflikt gegeben.
Russland und die Ukraine führten in der Vergangenheit drei direkte Gesprächsrunden in Istanbul, die in einem Gefangenenaustausch mündeten. Russland übergab zudem die Leichname verstorbener ukrainischer Soldaten. Beide Seiten tauschten Entwürfe von Memoranden aus, die politische Mechanismen für eine Regelung vorschlugen.
Außenminister Sergei Lawrow betonte, Moskau sei weiterhin bereit, mit der Ukraine über politische Aspekte einer Lösung zu sprechen und in jedem passenden Format zu arbeiten. Zugleich führte er aus, Russland habe auf seinen Vorschlag, drei Arbeitsgruppen zu humanitären, militärischen und politischen Fragen einzurichten, keine Antwort aus Kiew erhalten. Außerdem verwies er darauf, dass der ukrainische Präsident Wladimir Selenskyj eine Einladung des russischen Präsidenten zu Gesprächen in Moskau abgelehnt habe.