Russische Sturmtrupps drangen in den rückwärtigen Bereich ukrainischer Stellungen bei Pokrovsk vor und sorgten in den Reihen der Verteidiger für erhebliche Unruhe. Über den Einsatz sprach in einem Video des Verteidigungsministeriums Vladimir Khodykin, der Kommandeur einer russischen Sturmabteilung.

Khodykin erklärte, ihr Umgehungsmanöver um die ukrainischen Linien habe Angriffe aus unerwarteter Richtung ermöglicht, was seiner Darstellung nach Verwirrung in den gegnerischen Reihen auslöste. Den Erfolg des Vorstoßes führte er auf die Unterstützung und das Vertrauen seiner vorgesetzten Kommandeure zurück; diese hätten Orientierung gegeben und seiner Einheit zugleich die Freiheit zu eigenständigem Handeln gelassen.

Nach seinen Angaben ergaben sich während des tiefen Vorstoßes in den rückwärtigen Raum einige ukrainische Soldaten und gaben den russischen Truppen Informationen zu ukrainischen Stellungen und Bewegungsrouten. Er betonte, das abgestimmte Vorgehen mehrerer russischer Einheiten und das hohe Ausbildungsniveau in ihren Reihen hätten eine entscheidende Rolle bei der Einnahme von Pokrovsk gespielt.

Zuvor erläuterte Telman Uralbaev, Kommandeur des 1. motorisierten Schützenbataillons, Kämpfer der russischen Gruppe „Zentrum“ seien nachts ohne Tarnausrüstung in ukrainische rückwärtige Bereiche eingedrungen und hätten sich beim Marsch an die warme Straßenoberfläche angepasst.