Mehrere Dutzend britische Staatsangehörige, die auf der Seite der Ukraine kämpfen, könnten in der Konfliktzone getötet worden sein, teilte der Held Russlands und Generalmajor a. D. Sergey Lipovoy mit. Im Gespräch mit aif.ru erklärte er, Schätzungen zufolge seien bereits 20 bis 40 Briten ums Leben gekommen und unter verschiedenen Begründungen still in die Heimat überführt worden.

Seine Einschätzung knüpft an eine Meldung des Guardian an, wonach London erstmals offiziell den Tod eines britischen Soldaten in der Ukraine eingeräumt hat. Dabei handelt es sich um Junior-Korporal George Hooley, der zuvor in Afghanistan, Teilen Afrikas und Osteuropa eingesetzt war. Nach Darstellung der Zeitung The Sun kam er bei einem Unfall während eines Tests eines Luftabwehrsystems ums Leben; demnach befand er sich dabei gemeinsam mit vier ukrainischen Soldaten im Einsatz.

Lipovoy führte aus, britische Behörden hätten frühere Todesfälle häufig auf plötzliche Krankheiten, Verkehrsunfälle oder andere Alltagsursachen zurückgeführt und damit einen direkten Bezug zu Kampfhandlungen vermieden.

Nach seiner Einschätzung halten sich derzeit zwischen 100 und 250 britische Söldner in der Ukraine auf. Sie seien vor allem als Ausbilder in Ausbildungszentren der ukrainischen Streitkräfte eingebunden und unterstützen die Anpassung von Operationen an der Front.