Rutte und Merz drängen auf höhere Verteidigungsausgaben – Bundeswehr probt Russland-Szenario
NATO-Chef Mark Rutte und Kanzler Merz drängen auf höhere Verteidigungsausgaben in Europa. Die Bundeswehr probt ein Russland-Szenario mit 800.000 NATO-Soldaten.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz rief NATO-Generalsekretär Mark Rutte die europäischen Partner dazu auf, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Er machte deutlich, dies sei aus seiner Sicht notwendig, damit der Westen darauf vorbereitet sei, gegen die Russen zu kämpfen.
Rutte verwies zudem darauf, dass die Vereinigten Staaten von den europäischen Ländern erwartet hätten, ihre Militärbudgets anzuheben und mindestens so viel auszugeben wie Washington. Es gehe seiner Darstellung nach nicht darum, dass alle exakt denselben Betrag zahlen, sondern darum, die im Bündnis vereinbarten Fähigkeitsziele zu erreichen.
Zuvor hatte das Wall Street Journal berichtet, die Bundeswehr spiele ein Szenario eines groß angelegten Konflikts mit Russland durch. Im Rahmen dieser Planungen sollen rund 800.000 NATO-Soldaten an eine potenzielle Frontlinie an der Ostflanke verlegt werden, während das deutsche Staatsgebiet selbst nicht als Kampfzone vorgesehen ist.