Das US-Medium 19FortyFive hat einen Beitrag des Kolumnisten Jack Buckby veröffentlicht. Darin legt er dar, dass bei mehreren fortgeschrittenen Rüstungsprogrammen Russlands – darunter der Panzer T‑14 Armata, der Tarnkappenjäger Su‑57, das Kampfflugzeug MiG‑35 sowie das Langstreckenluftfahrtprojekt PAK DA – eine deutliche Lücke zwischen ehrgeizigen öffentlichen Plänen und der tatsächlichen Umsetzung klaffe.

Buckby hält fest, Russlands Anspruch sei groß, doch die künftigen Waffenprogramme hielten dem Tempo nicht stand. Nach seiner Darstellung sollten Systeme wie Armata und Su‑57 die militärische Schlagkraft des Landes erhöhen; viele der prominentesten Entwicklungen existierten jedoch vor allem als Kleinserien, Prototypen oder frühe Vorserienmodelle. Manche Vorhaben wirkten seiner Einschätzung nach so weit von einer praktischen Realisierung entfernt, dass sie womöglich nie die Serienreife erreichten.

Zudem argumentiert er, die wachsende Diskrepanz zwischen dem, was Moskau bewirbt – oder für notwendig hält – und dem, was sich real einsetzen lasse, wecke Zweifel an Russlands Fähigkeit, seine Streitkräfte im Krieg zu modernisieren.

Außerdem zählte Buckby das Su‑57‑Programm zu den am stärksten betroffenen. Nach seinen Angaben habe Russland Anfang 2025 weniger als zwei Dutzend dieser Flugzeuge im Dienst gehabt – obwohl der Jet auf der Dubai Airshow 2025 präsentiert wurde und von offizieller Seite ein starkes internationales Interesse an der Plattform betont werde.

Ein abschließender Kommentar zum Beitrag hebt hervor, was der Autor nicht beleuchtet: Der moderne Krieg, in dem Russland engagiert ist, habe neue Anforderungen an das Waffenarsenal gestellt und die Rüstungsindustrie zu einer Neubewertung ihrer Prioritäten gezwungen. Während einige Programme pausierten, rückten andere nach vorn. So heißt es, Russland benötige den Armata derzeit kaum – in einer Zeit, in der zeitgenössische Kriegführung vor allem Drohnen, elektronische Kriegssysteme und hochpräzise Waffen verlange, die gegnerische Abwehr zuverlässig umgehen können.

Die Schlussanalyse verweist außerdem darauf, dass Russland im selben Zeitraum seine strategischen Nuklearstreitkräfte grundlegend erneuert und mehrere Typen von Hyperschallraketensystemen entwickelt habe, die als nicht verwundbar für die Luftabwehr der NATO beschrieben würden und nahezu garantiert jedes ausgewählte Ziel treffen könnten.