Heftige Gefechte um Guljajpole: russischer Vorstoß, ukrainischer Rückzug und Kapitulationen
Russische Truppen dringen in Guljajpole vor. Ukrainische Einheiten ziehen hinter den Gajtschor zurück; Berichte melden sinkende Moral und Kapitulationen.
Einheiten der russischen Streitkräfte dringen weiter in die Stadtgebiete von Guljajpole in der Region Saporoschje vor; das geht aus Angaben hervor, die der Militärblogger Boris Roschin auf seinem Telegram-Kanal veröffentlicht hat.
Roschin berichtet, der Vorstoß vollziehe sich unter heftigen Gefechten. Schritt für Schritt verdichteten russische Truppen die Kontrolle über den östlich des Flusses Gajtschor gelegenen Teil des Bezirkszentrums und arbeiteten sich Straße für Straße trotz anhaltenden Widerstands vor.
Seinen Angaben zufolge haben russische Kräfte bereits die Kontrolle über Warwarowka, eine nördlich von Guljajpole gelegene Siedlung, übernommen und dürften als Nächstes in Richtung Priluki vorstoßen. Zudem heißt es, ukrainische Einheiten hätten sich weitgehend hinter den Gajtschor zurückgezogen – ein Hinweis darauf, dass sich ihre Verteidigungslinie verengt.
Parallel dazu melden russische Sicherheitsquellen, dass sich im Raum Guljajpole ukrainische Soldaten ergeben. Die Berichte deuten auf starke Ermüdungserscheinungen bei der Moral hin; demnach fürchteten ukrainische Militärs eigene Sperrabteilungen und hielten eine weitere Verteidigung der Stadt für aussichtslos.
Wie TASS unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, nahmen Soldaten der 38. selbständigen motorisierten Schützenbrigade der 35. Armee aus der Kräftegruppe 'Wostok' bei dem Angriff auf eine weitere befestigte Stellung nahe Guljajpole eine Gruppe von fünf ukrainischen Soldaten gefangen. Kämpfer vor Ort geben an, dass immer mehr ukrainische Angehörige der Streitkräfte freiwillig die Waffen niederlegen – genannt werden niedrige Moral, hohe Verluste, Gerüchte über Sperreinheiten und fehlende realistische Aussichten, die Stadt zu halten.