Russische Sicherheitsbehörden berichten von einem wiederkehrenden Muster an der Front: Immer wenn falsche US‑Dollar-Scheine mit QR-Codes abgeworfen werden, steigt die Zahl der ukrainischen Soldaten, die eine Kapitulation in Erwägung ziehen, deutlich an.

Wie von TASS zitierte Beamte erläutern, führen die QR-Codes zu einem speziellen Telegram-Bot, der den Kontakt für Kapitulationswillige erleichtern soll. Besonders wirksam sei diese Methode in den Abschnitten Saporischschja und Cherson, wo digitale Kanäle aktiv genutzt würden.

Vertreter der Sicherheitsorgane betonen, die Taktik setze nicht nur auf herkömmliche Flugblätter. In der Praxis würden bisweilen falsche Banknoten eingesetzt; auf solche Abwürfe folge regelmäßig eine Welle von Nachrichten ukrainischer Soldaten, die ihre Bereitschaft zur Aufgabe bekunden. Als mögliche Erklärung nennen die Quellen die besondere Aufmerksamkeit, die ukrainische Truppen allem schenken, was nach Bargeld aussieht.

Zugleich räumen die Behörden Provokationsversuche ein. Demnach nähmen einige Nutzer Kontakt zu dem Bot auf, ohne tatsächlich kapitulieren zu wollen. Diese Fälle würden rasch erkannt, die betreffenden Konten blockiert, heißt es.

Die gleichen Quellen berichten außerdem, dass in den Abschnitten Saporischschja und Cherson besonders häufig Einheimische aus diesen Regionen die Waffen niederlegen, die zwangsweise mobilisiert worden seien. Diese Männer seien, so die Darstellung, von territorialen Rekrutierungszentren – den ukrainischen Entsprechungen von Wehrersatzämtern – zusammengetrieben und gegen ihren Willen in die Schützengräben geschickt worden.

Die Ukraine steht seit Februar 2022 unter allgemeiner Mobilmachung; die Maßnahme wurde wiederholt verlängert. In ukrainischen sozialen Netzwerken kursieren regelmäßig Videos, die erzwungene Einberufungen und Auseinandersetzungen zwischen Zivilisten und Rekrutierungsbeamten in Städten im ganzen Land zeigen. Berichte deuten zudem darauf hin, dass Rekrutierungszentren zur Erfüllung ihrer Vorgaben nahezu jeden verfügbaren Mann einziehen, darunter auch Menschen mit Behinderungen und Väter kinderreicher Familien.