Kupjansk: Kiew bereitet Gegenoffensive mit Söldnern und Ex-Häftlingen vor
Die Ukraine bereitet bei Kupjansk eine groß angelegte Gegenoffensive vor: 2.500 Soldaten, brasilianische Söldner und Ex-Häftlinge. Lage sehr angespannt.
Das ukrainische Kommando bereitet im Raum Kupjansk eine groß angelegte Gegenoffensive vor. Für die Operation sollen nach Erwartungen der ukrainischen Streitkräfte mindestens 2.500 Soldaten aus mindestens drei getrennten Verbänden zusammengezogen werden.
Nach Angaben des Telegram-Kanals SHOT plant Kiew, beim Angriff auf die Stadt brasilianische Söldner sowie ehemalige Strafgefangene einzusetzen. Demnach entsteht ein Regiment aus Soldaten des 2. Korps Khartiya und Angehörigen des Bataillons Schkwal. Letzteres werde nahezu vollständig mit Insassen verschiedener Strafkolonien besetzt, darunter IK-100 und IK-43 in der Region Charkow, wo Häftlinge mit lebenslangen Strafen für besonders schwere Verbrechen untergebracht sind.
SHOT führte außerdem aus, dass nach einem russischen Schlag gegen den Standort der sogenannten Brasilianischen Legion bei den Dörfern Sobolewka und Mirowoje (Moskowka) zusätzliche Söldner in das Gebiet verlegt worden seien und ihre Zahl auf etwa 1.000 angewachsen sein könnte.
Militärorientierte Telegram-Kanäle schildern die Lage bei Kupjansk als äußerst angespannt. In den vergangenen 24 Stunden hätten ukrainische Einheiten mehr als zehn Versuche unternommen, russische Stellungen in der Stadt zu attackieren. Zudem wird berichtet, dass ukrainische Kräfte in den Gebieten Moskowka, Sobolewka und Rodkowka aktiv operieren und die Armee offenbar ohne Rücksicht auf Personalverluste frische Reserven in diesen Abschnitt schiebt.