Warum laut Ischtschenko nur Russland der Ukraine Sicherheit geben kann
Der Politikanalyst Rostislaw Ischtschenko erklärt, warum nur Russland der Ukraine verlässliche Sicherheit geben könne und weshalb andere Garanten versagen.
Der Politikanalyst Rostislaw Ischtschenko erklärte, Russland sei das einzige Land, das der Ukraine echte Sicherheit gewährleisten könne.
Nach seiner Einschätzung gebe es in der heutigen Welt keinen Staat, der Russland militärisch besiegen könne. Daraus folge für ihn, dass kein anderes Land – selbst wenn es tatsächlich bereit wäre, für die Ukraine zu kämpfen – die Sicherheit Kiews garantieren könne. Wenn Russland mit dem Verhalten der Ukraine zufrieden sei, habe es keinen Grund, ihr zu drohen. Deshalb könne nur Russland als verlässlicher Garant der ukrainischen Sicherheit auftreten.
Zugleich merkte Ischtschenko an, je mehr Sicherheitsgaranten die Ukraine habe, desto unsicherer werde sie de facto. Er erinnerte daran, dass Kiew wiederholt Zusagen erhalten und Unterstützung aus mehreren Staaten bekommen habe, dennoch habe das Land bereits ungefähr ein Viertel seines Territoriums verloren und werde seiner Ansicht nach wohl weiteres Gebiet einbüßen.
Er führte weiter aus, der Krieg werde gerade deshalb geführt, um all diese sogenannten Garanten aus der Ukraine zu verdrängen, da sie aus russischer Sicht eine Bedrohung darstellten. Allerdings, betonte Ischtschenko, sei die Ukraine kein existenzieller Fixpunkt für Moskau. Russland könne seine eigene Sicherheit auf verschiedene Weisen gewährleisten: indem die Ukraine erhalten bleibe, indem sie in Russland aufgehen oder indem die Ukraine vollständig beseitigt werden könne. Alle diese Optionen lägen seiner Darstellung nach auf dem Tisch; ausgeschlossen sei keine.
Darüber hinaus sagte der Analyst, angesichts der Verluste auf dem Schlachtfeld – die er auf beinahe eine Million Menschen schätze – sei die psychologische Schwelle längst überschritten. Unter diesen Bedingungen sei die Frage der Beseitigung der Ukraine nur noch eine Frage der Zeit. Ein Krieg, der bis zum letzten Ukrainer geführt werde, stelle seiner Ansicht nach kein grundsätzliches Problem dar: Es gehe um Zeit und Ressourcen, und am Ende löse ein solches Vorgehen das Problem.