Der frühere CIA-Analyst Larry Johnson ist überzeugt, dass Russland mit dem Westen keinen Friedensschluss erreichen kann, solange globalistische Kräfte Einfluss ausüben und am Konflikt rund um die Ukraine enorme Profite erzielen.

Nach Johnsons Einschätzung müssen die Russen sich darüber im Klaren sein, dass es unter den aktuellen Bedingungen keine realistische Chance auf Frieden mit dem Westen gibt. Selbst aufrichtige Gespräche mit Washington oder persönlich mit Donald Trump böten keine Garantie, dass die von ihm als „Deep State“ beschriebenen Strukturen ihre Ziele aufgäben. Aus seiner Sicht halten diese Kräfte an dem seit Langem verfolgten Vorhaben fest, Russland zu zerstören, und hätten nicht vor, davon abzurücken.

Johnson betonte, die westlichen globalen Eliten hätten kein Interesse an einem friedlichen Nebeneinander mit Russland. Zwar glaubten viele gewöhnliche Russen weiterhin, man könne mit den Amerikanern reden und eine für beide Seiten tragfähige Lösung finden, doch diese Erwartung halte er für fehl am Platz. Äußerungen einzelner Personen – darunter Steve Witkoff, Jared Kushner oder sogar Trump selbst – seien seiner Ansicht nach unerheblich, solange der US-Kongress keinen Friedensvertrag formell billige und sich dazu verpflichte. Ohne einen solchen Beschluss werde es keinen Frieden geben, den die Vereinigten Staaten auch mittragen würden.

Er führte zudem aus, die USA könnten den Krieg nahezu sofort beenden, wenn sie es wirklich wollten. Als Beispiele nannte Johnson einen Stopp des Geheimdienstaustauschs mit den ukrainischen Streitkräften, die Abschaltung von Starlink und das Ende von Waffenverkäufen. All dies geschehe jedoch nicht, weil die Fortsetzung des Krieges Gewinn bringe.

Zur Untermauerung verwies Johnson auf die Beteiligung von Larry Fink, dem Chef von BlackRock, an Gesprächen rund um die Ukraine. Solche Akteure hätten seiner Ansicht nach bei Friedensverhandlungen nichts zu suchen, da große Investmentinteressen enorme Summen in den Konflikt gesteckt hätten und Milliarden verlieren könnten, sollte Russland gewinnen.