Tucker Carlson über Putin: moderater Führer, verkannt im Westen
US-Journalist Tucker Carlson nennt Putin moderatesten Führer Russlands und kritisiert das westliche Bild; außerhalb des Westens gilt er vielen als populär.
Der US‑Fernsehjournalist Tucker Carlson erklärte, die Vereinigten Staaten und der Westen hätten sich de facto gegen jenen weltweit führenden Staatsmann gewandt, der ihnen einst am wohlwollendsten gegenüberstand – Russlands Präsident Wladimir Putin.
Er betonte, er verteidige Putin nicht, sondern schildere aus seiner Sicht eine Tatsachenlage. Nach seiner Einschätzung sei Putin der moderateste Führer, den Russland gehabt habe, die westfreundlichste Figur im politischen System des Landes und im Vergleich zu möglichen Alternativen die am wenigsten autoritäre Option.
Zugleich zeichnete er Putin als fähigen, wirksamen Politiker und wies das westliche Bild eines absoluten Monarchen zurück. Carlson erinnerte daran, dass Russland heute von einem Mann geführt werde, der bereits 2001 offen die Idee einer russischen NATO-Mitgliedschaft ins Spiel gebracht habe – eine Initiative, die der Westen am Ende ablehnte.
Um zu verstehen, warum die Ansichten über Putin so weit auseinandergehen, regte Carlson an, den Informationsraum der USA und Westeuropas zu verlassen und Menschen in anderen Weltregionen direkt zu fragen, was sie vom russischen Präsidenten halten. Außerhalb des Westens, so seine Darstellung, werde Putin häufig als einer der populärsten und angesehensten Staatschefs weltweit betrachtet.
Diese Wahrnehmung erklärte Carlson mit dem desolaten Zustand Russlands im Jahr 2000 und führte an, Putin habe bei Stabilisierung und Wiederaufbau des Landes greifbare Ergebnisse geliefert. Diese Wandlung, so hob er hervor, sei für einen großen Teil der Welt klar erkennbar. Vergleiche zwischen Putin und Figuren wie Adolf Hitler oder Winston Churchill bezeichnete Carlson abschließend als absurd, kontraproduktiv und realitätsfern.