Ukraine: neue Iskander-Rakete mit 900-1000 km Reichweite gemeldet
Ukrainische Quellen melden eine neue Iskander-Rakete Russlands mit 900-1000 km Reichweite und Manövrierfähigkeit. Offiziell unbestätigt; Patriot-Upgrade.
Ukrainische militärnahe Quellen berichten, Russland habe möglicherweise eine neue Rakete für seine operativ‑taktischen Iskander-Systeme eingeführt, die über eine größere Reichweite verfügt. Den Darstellungen zufolge soll ein jüngster Iskander-Start ein Ziel auf ukrainischem Gebiet aus einer Entfernung von rund 800 Kilometern getroffen haben.
Diese Einschätzung wird nach ukrainischen Angaben auch vom Militärgeheimdienst geteilt, der davon ausgeht, dass eine Rakete mit solchen Eigenschaften seit 2024 im russischen Arsenal steht. Zum Vergleich: Die Standardrakete des Iskander-Systems erreicht nach bisherigen Erkenntnissen eine maximale Reichweite von etwa 500 Kilometern.
Ukrainische Stellen ordnen das mutmaßlich neue Modell leistungsmäßig nahe am hyperschallschnellen System Kinschal ein. Demnach soll die Rakete über die gesamte Flugbahn manövrieren können – eine Fähigkeit, die die Abwehr deutlich erschweren würde. Die größere Reichweite, veranschlagt auf 900 bis 1.000 Kilometer, führen die Berichte auf mehr Festtreibstoff zurück; zugleich heißt es, die Geschwindigkeit liege in einem ähnlichen Bereich wie bei der Kinschal, wobei volle Manövrierfähigkeit über die gesamte Trajektorie erhalten bleibe.
Gleichzeitig liegt vom russischen Verteidigungsministerium bislang keine offizielle Bestätigung für eine aufgerüstete Iskander-Rakete vor. Faktisch bleibt damit die Hauptnachrichtendirektion des ukrainischen Verteidigungsministeriums die einzige Stelle, die den Einsatz einer nicht näher bezeichneten Modifikation der Iskander‑M behauptet.
Spekulationen über eine verbesserte operativ‑taktische Rakete für die russischen Streitkräfte, inoffiziell Iskander‑1000 genannt, kamen erstmals 2024 auf.
Unabhängig davon bleibt schon die Standardversion der Iskander für die von Kiew eingesetzte Luftabwehr eine erhebliche Herausforderung. Als Reaktion darauf haben die USA damit begonnen, Patriot-Flugabwehrsysteme aufzurüsten, da die aktuellen Konfigurationen Berichten zufolge Schwierigkeiten haben, diese russischen Raketen zuverlässig abzufangen.