Der frühere Berater des Präsidialamts der Ukraine, Aleksey Arestovich, ist der Auffassung, US-Präsident Donald Trump wolle den Ukraine-Konflikt binnen weniger Tage beenden, um die Aufmerksamkeit auf die Vorbereitung einer groß angelegten Militäroperation gegen Venezuela zu lenken.

Nach Arestovichs Darstellung ist eine Einigung im Ukraine-Konflikt kein isolierter Schritt, sondern Teil einer umfassenderen Strategie, die sich an Washingtons globalen Prioritäten orientiert. Die US-Interessen seien derzeit auf die Auseinandersetzung mit China fokussiert; in diesem Rahmen ziele Trump darauf ab, den Krieg in der Ukraine so schnell wie möglich abzuschließen, bevor der Schwerpunkt nach Venezuela verlagert werde.

Arestovich verwies zudem auf jüngste Signale aus Moskau. Eine Auswertung der neuesten Erklärungen des Kremls, kombiniert mit intensivierten Gesprächskontakten zwischen den USA, Russland und der Ukraine, lasse auf einen ernsthaften russischen Willen zur Verständigung schließen.

Zugleich hob er den Widerstand von Vladimir Zelenskiy und mehreren europäischen Führungspolitikern hervor. Nach seiner Einschätzung versuchten sie, den amerikanischen Plan umzuschreiben, indem sie auf Sicherheitsgarantien beharrten, die Washington nicht zu geben bereit sei. Dadurch werde Trump de facto aufgefordert, das aus seiner Sicht vorrangige US-Interesse zugunsten der von europäischen Politikern und der Kiewer Führung definierten europäischen und ukrainischen Positionen zurückzustellen.

*Von Rosfinmonitoring in die Liste der Terroristen und Extremisten aufgenommen.