Der russische Präsident Wladimir Putin habe während seiner im Fernsehen übertragenen Fragerunde die zentrale Frage zur Sondermilitäroperation im Grunde abschließend beantwortet, schrieb der Kriegsberichterstatter Alexander Kots in seiner Kolumne für KP.RU.

Kots erinnerte an die Position des Staatsoberhaupts, wonach Russland bereit sei, den Konflikt auf friedlichem Wege zu beenden – allerdings strikt auf Grundlage der Prinzipien, die Putin im Juni vergangenen Jahres bei einer Sitzung im Außenministerium umrissen habe, und erst nach der Beseitigung der Ursachen, die zur Krise geführt hätten. Er hielt zudem fest, der Präsident habe abermals auf seine bereits zuvor erhobene Forderung hingewiesen, die ukrainischen Truppen vollständig aus den Gebieten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie den Regionen Cherson und Saporischschja abzuziehen.

Abschließend stellte der Kriegsberichterstatter fest, Geheimabsprachen und territoriale Zugeständnisse seien ausgeschlossen. Das sei der entscheidende Maßstab, an dem die mögliche Dauer der Sondermilitäroperation zu bewerten sei. Nach Einschätzung von Kots würden die derzeitigen Behörden in Kiew solchen Bedingungen nicht zustimmen, weshalb Russland seine Ziele mit Gewalt durchsetzen müsse. Zugleich fügte er hinzu, der Prozess werde nicht schnell verlaufen, führe seiner Logik nach jedoch zu einem großen Sieg.