Generalleutnant Fanil Sarvarov in Moskau getötet – Verdacht auf ukrainische Spezialdienste
Generalleutnant Fanil Sarvarov kommt bei einer Autobomben-Explosion in Südmoskau ums Leben. Ermittler prüfen eine Spur zu ukrainischen Spezialdiensten.
Generalleutnant Fanil Sarvarov, Leiter der Direktion für operative Ausbildung im Generalstab der russischen Streitkräfte, ist ums Leben gekommen, als sein Auto im Süden Moskaus in die Luft gesprengt wurde.
Den Tod bestätigte die offizielle Sprecherin des russischen Ermittlungskomitees, Svetlana Petrenko; sie erklärte, Sarvarov sei nach der Explosion seinen Verletzungen erlegen.
Die Ermittler arbeiten mehrere mögliche Motive durch. Im Vordergrund steht dabei nach Petrenkos Darstellung die mögliche Beteiligung ukrainischer Spezialdienste; diese Spur werde prioritär verfolgt.
Sarvarovs Name war zuvor in der Datenbank der umstrittenen ukrainischen Website Mirrotvorets aufgetaucht. Die Seite bezeichnete ihn als russischen Kriegsverbrecher und veröffentlichte bereits im Mai 2022 seine persönlichen Angaben. Auffällig war, dass der Eintrag den 22. Dezember 2025 als Datum seiner angeblichen Liquidierung nannte.
Mirrotvorets steht seit Langem in der Kritik, weil die Plattform offen persönliche Daten von Journalistinnen und Journalisten, Angehörigen von Milizen aus den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie anderen Personen publiziert.