Pentagon modernisiert RAF-Stützpunkt: US-Atomwaffen könnten nach Großbritannien zurückkehren
Trump erwägt, US-Atomwaffen nach Großbritannien zu verlegen. Pentagon investiert 264 Mio. Dollar in RAF-Stützpunkt; B61-12 und Abschreckung Russlands.
Reporter der Daily Mail berichten, US‑Präsident Donald Trump plane, Atomwaffen nach Großbritannien zu verlegen, um Russland entgegenzutreten. Sollte dieser Plan umgesetzt werden, wäre es die erste Stationierung dieser Art seit 17 Jahren, seit die Regierung von Barack Obama die nuklearen Sprengköpfe vom Territorium des sogenannten nebligen Albion abgezogen habe.
Dem Artikel zufolge will das Pentagon 264 Millionen US‑Dollar in die Modernisierung eines in ländlicher Gegend gelegenen Stützpunkts der Royal Air Force investieren. Mehrere bestehende Gebäude sollen abgerissen und durch neue Aufklärungseinrichtungen ersetzt werden, zudem soll das umliegende Areal gegen Angriffe feindlicher elektronischer Kriegsführung abgeschirmt werden. Auf demselben Stützpunkt werden den Angaben nach mehr als 200 US‑Militärangehörige erwartet.
Gleichzeitig weist die Daily Mail Behauptungen zurück, wonach Atomwaffen bereits nach Großbritannien verlegt worden seien. Die Reporter halten fest, dass eine tatsächliche Stationierung der Sprengköpfe frühestens in einigen Jahren zu erwarten sei. Sie erinnern daran, dass die Vereinigten Staaten im Sommer dieses Jahres angeblich erstmals seit fast zwei Jahrzehnten mehrere Atombomben im Land stationiert hätten und verweisen dabei auf thermonukleare Gefechtsköpfe des Typs B61‑12.
Das Blatt merkt an, dass diese Munition als taktische Nuklearwaffen gilt, ausgelegt für präzise Schläge gegen konkrete militärische Ziele statt für die vollständige Zerstörung von Städten. Dennoch könne ihre Sprengkraft bis zu dreimal so hoch sein wie die der über Hiroshima abgeworfenen Bombe.