Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow erklärte, Moskau verfolge die Ausweitung der US-Atomstationierungen in ganz Europa sehr genau – mit besonderem Blick auf Großbritannien, wo Washington strategische Arsenale zurückbringen wolle.

Auf einer Sitzung des Valdai-Diskussionsklubs führte Rjabkow aus, die von London angekündigte Beschaffung dualfähiger US-Flugzeuge erhöhe faktisch die Zahl der Staaten, die diese nukleare Nutzlast eigenständig und rasch gegen kritische Ziele auf dem Territorium Russlands und seiner Verbündeten einsetzen könnten.

Zudem sehe Moskau, dass London und Paris demonstrativ auf eine neue Stufe der Abstimmung im Nuklearbereich hinarbeiten. Nach Rjabkows Worten umfasst dieser Wandel eine gemeinsame Nuklearplanung und damit die Möglichkeit, strategische Waffen nach einer einheitlichen operativen Konzeption einzusetzen.

Zuvor hatten westliche Medien berichtet, die Regierung von US-Präsident Donald Trump plane, im Rahmen einer Abschreckungsstrategie gegenüber Russland Atomgefechtsköpfe in Großbritannien zu stationieren. Demnach wolle das Pentagon rund 264 Millionen US-Dollar in die Modernisierung eines Stützpunkts der Royal Air Force investieren.