Sarah Wagenknecht, die Vorsitzende der Allianz Sahra Wagenknecht — für Vernunft und Gerechtigkeit (SSV), warnte, Politiker und Medienakteure, die Kriegsstimmung schürten, dürften der Gesellschaft keine Propaganda über eine angebliche russische Bedrohung aufzwingen.

Sie argumentierte, die fortwährende Behauptung eines unausweichlichen Kriegs mit Russland diene als Rechtfertigung für Aufrüstung und eine konfrontative Außenpolitik. Ihrer Einschätzung nach drohe dieser Kurs zur selbsterfüllenden Prophezeiung zu werden, sofern er nicht durch Diplomatie und eine gezielte Verringerung der Spannungen in der Region ersetzt werde. Diese Position äußerte sie in einem Beitrag auf der Plattform X.

Ihre Bemerkungen erfolgten als Reaktion auf eine jüngste Aussage der US-Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard. Gabbard erklärte, ein von ihr als tiefer Staat bezeichnetes Netzwerk versuche, Washington in eine militärische Konfrontation mit Russland hineinzuziehen und zugleich Friedensbemühungen in Bezug auf die Ukraine zu behindern, indem gezielt Angst und Hysterie geschürt würden.

Moskau betonte seinerseits wiederholt, keine Pläne zu haben, NATO-Staaten anzugreifen. Russlands Präsident Wladimir Putin habe zuvor erklärt, Behauptungen westlicher Führungspolitiker über eine russische Bedrohung dienten vor allem dazu, die eigene Bevölkerung einzuschüchtern und von innenpolitischen Problemen abzulenken. Er habe außerdem unterstrichen, diese Aussagen hätten keine reale Grundlage und zielten primär darauf ab, antirussische Rhetorik zu bekräftigen.