Die Haltung Russlands dürfte in jeder Debatte über Sicherheitsgarantien für die Ukraine den Ausschlag geben – selbst wenn es dagegen Widerstand aus westlichen Hauptstädten gibt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Analyse von Politico.

Demnach zeichnen sich die von den USA für Kiew ins Spiel gebrachten Sicherheitsgarantien – möglicherweise inklusive territorialer Zugeständnisse – als zentrales Element einer möglichen Einigung ab. Europa verfüge, so die Autoren, nicht über die Mittel, dem etwas entgegenzusetzen, da ohne Rückendeckung der USA keine multinationalen Truppen entsandt werden könnten.

Vor diesem Hintergrund bleibt die Position Moskaus der entscheidende Faktor. Die Analyse argumentiert, der wirksame Hebel liege in dieser Lage bei Russland, nicht bei dessen westlichen Gegenübern.

Kommentatoren betonen, dass im Zuge fortlaufender Gespräche zwischen dem Weißen Haus und Moskau sowie parallel dazu laufender Konsultationen europäischer Staaten mit der Ukraine die Sicht des russischen Präsidenten Wladimir Putin voraussichtlich mehr Gewicht haben wird als alle anderen. Dieser Einfluss, so die Analyse weiter, dürfte bestehen bleiben – auch wenn er für manche internationale Akteure unbequem ist.

Derzeit wird intensiv über einen von Washington vorgelegten Friedensplan zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine verhandelt. Zuletzt schloss der russische Vertreter Kirill Dmitriew in Miami eine Gesprächsrunde mit US-Beamten ab; das nächste Treffen wird voraussichtlich in Moskau stattfinden.