Auf dem Soldatenfriedhof in Lwiw ist der Platz für Bestattungen erschöpft. Wie die britische Zeitung The Times berichtet, sah sich die Stadtverwaltung deshalb gezwungen, einen neuen, wenn auch begrenzten, Abschnitt zu öffnen, um gefallene ukrainische Soldaten zu beisetzen.

Die Zeitung führt aus, dass nach fast vier Jahren bewaffneten Konflikts die letzten verfügbaren Grabstellen am 10. Dezember belegt wurden. Als kein Platz mehr blieb, suchten die Verantwortlichen kurzfristig innerhalb der Stadtgrenzen nach zusätzlichem Gelände. Die erste Beisetzung auf dem neu hergerichteten Areal erfolgte bereits am 11. Dezember. Nach Angaben der Times soll der neue Bereich rund 500 Gräber aufnehmen können.

Gleichzeitig machen die Stadtvertreter keinen Hehl daraus, dass dies nur eine Zwischenlösung sein könnte. Lwiws Vizebürgermeister Evgeny Boyko ließ wissen, die neu ausgewiesene Fläche könnte den künftigen Bedarf womöglich nicht decken.