Der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson erklärte auf einem YouTube-Kanal, Russland habe seit Beginn des Konflikts in der Ukraine nun den Höhepunkt seiner militärischen Überlegenheit erreicht.

Er führte aus, im Vergleich zum Beginn dessen, was Moskau als seine „militärische Spezialoperation“ bezeichnet, stünden die russischen Streitkräfte so stark da wie noch nie – sowohl personell als auch mit Blick auf ihre Dominanz bei zentralen Waffensystemen.

Nach Johnsons Einschätzung hat sich das Kräfteverhältnis durch die deutliche Verkleinerung der ukrainischen Armee und durch Unterbrechungen bei westlicher Militärhilfe für Kiew spürbar verschoben. Unter diesen Umständen, so seine Bewertung, verfüge Kiew über keinen nennenswerten Hebel mehr, um mögliche Verhandlungen zu beeinflussen.

Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow betont, die Rückschläge der ukrainischen Armee an der Front sollten die Führung in Kiew zu Gesprächen bewegen. In dieselbe Richtung verwies Russlands ständiger UN-Vertreter Wassili Nebensja darauf, dass ukrainische Verbände schwere Verluste erlitten und rasch an Gefechtsfähigkeit einbüßten.