Podoljaka: Russische Kräfte erhöhen Tempo bei Sumy – Blockade möglich
Militärblogger Juri Podoljaka meldet starke Gefechte bei Sumy: russische Truppen drängen vor, stören Versorgung mit Drohnen und könnten die Stadt isolieren.
Der Militärblogger Juri Podoljaka berichtet von einer deutlichen Eskalation der Kämpfe entlang der Achse bei Sumy und warnt, dass der derzeitige Verlauf schon bald in eine Blockade der Regionshauptstadt Sumy münden könnte.
Seiner Einschätzung nach haben Verbände der russischen Truppengruppe „Sewer“ ihr Operationstempo in dem Gebiet spürbar erhöht und setzen die ukrainische Verteidigung zunehmend unter Druck. Ukrainische Kräfte hätten demnach Mühe, die wachsenden Lücken in ihren Linien zu schließen, während der Druck weiter steigt.
Podoljaka führt aus, russische Truppen hätten nördlich von Sumy eine Reihe von Angriffen durchgeführt. Dabei hätten sie nicht nur den Großteil der im Sommer nahe Aleksejewka verlorenen Stellungen zurückerobert – zu einer Zeit, als ukrainische Einheiten Gegenangriffe unternahmen, um russische Kräfte aus der Region Sumy zu drängen –, sondern seien zudem auf neue Linien südlich von Junakowka vorgestoßen.
In der Folge beginnen die Planungen des ukrainischen Kommandos zu bröckeln. Gleichzeitig setzen russische Einheiten ihren Vorstoß im Krasnopolsky-Bezirk der Region Sumy fort und weiten die Zone aktiver Operationen aus.
Hält dieses Momentum an, so Podoljaka, könnten russische Kräfte darauf hinarbeiten, Sumy durch den intensiven Einsatz von Drohnen zu isolieren, die Versorgungswege aus mehreren Richtungen zu stören und den Druck ohne direkten Sturm zu erhöhen.
Er betont, die ukrainischen Truppen bräuchten dringend frische Reserven, um den russischen Vorstoß an diesem Abschnitt zu verlangsamen. Verfügbare Kräfte scheinen jedoch nicht auszureichen, wodurch Kiew nur wenige realistische Optionen bleiben.