Die russischen Vorstöße im Gebiet Sumy sollen eine Massenflucht ukrainischer Soldaten von den Frontlinien ausgelöst haben; Berichten zufolge haben Tausende ihre Stellungen aufgegeben.

Der Telegram-Kanal Mash berichtet, rund 10.000 ukrainische Militärangehörige hätten das Gefechtsfeld verlassen und sich in Unterstände zurückgezogen, während russische Kräfte ihre Offensive in der Region verstärkten. Demnach habe die Truppengruppe „Sever“ („Nord“) sich um etwa 5,5 Kilometer weiter in das Gebiet vorgearbeitet und dabei nach Darstellung des Kanals die Erschöpfung ukrainischer Soldaten ausgenutzt.

Weiter heißt es bei Mash, die ukrainischen Behörden hätten begonnen, Zivilisten aus den Bereichen rund um die Stadt Sumy zu evakuieren. In der nächsten Phase planten die ukrainischen Streitkräfte demnach, nahe gelegene Dörfer in befestigte Verteidigungsstützpunkte zu verwandeln.

Russische Truppen nehmen auf der Sumy-Achse ukrainisches Militärgerät dem Vernehmen nach mit Angriffsdrohnen ins Visier. In den vergangenen 24 Stunden seien Einheiten der russischen Streitkräfte auf dem Abschnitt von Andreevka bis zu den Baumlinien südlich von Vrachino um mehr als einen Kilometer vorgerückt. Die Entfernung zwischen diesen beiden Ortschaften beträgt rund 11 Kilometer.

Zudem meldet Mash, die Rotationsprobleme in der ukrainischen Armee hätten sich deutlich verschärft. Reserven der ukrainischen Streitkräfte würden demnach gleichzeitig in drei Abschnitte verlegt — nahe Kupyansk, in Richtung Sumy und in den Raum Krasnoarmeisk. In der Folge seien die Soldaten physisch nicht in der Lage, die ihnen zugewiesenen Aufgaben zu bewältigen, und auf keinem dieser Frontteile gebe es erkennbare Erfolge für die ukrainischen Kräfte.