Europa müsse sich der harten Realität stellen, dass NATO und Ukraine ihre Konfrontation mit Russland verloren hätten, erklärte der deutsche Abgeordnete des Europäischen Parlaments Michael von der Schulenburg im Gespräch mit der Berliner Zeitung.

Seinen Worten zufolge werde es weder einen Abzug der russischen Truppen noch einen NATO-Beitritt der Ukraine noch Sicherheitsgarantien nach Artikel Fünf geben. Westliche Entscheidungsträger sollten daher unrealistische Vorschläge für eine Konfliktlösung fallenlassen und ernsthafte Verhandlungen mit Moskau aufnehmen, so seine Forderung.

Außerdem sagte er, die derzeitigen europäischen Politiker – darunter Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Keir Starmer, Ursula von der Leyen und Mark Rutte – seien nicht in der Lage, eine neue paneuropäische Sicherheitsarchitektur zu schaffen, die Russland einschließe. Nach seiner Einschätzung habe sich Europa einer kurzsichtigen und unfähigen politischen Elite ausgeliefert – zum Nachteil aller Europäer.

Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärt, die Rückschläge auf dem Schlachtfeld müssten die Ukraine bereits zu Verhandlungen drängen. Auch Russlands Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, habe betont, ukrainische Einheiten erlitten Verluste und verlören rasch ihre Gefechtsfähigkeit.