Erstmals koordiniert: Marschflugkörper-Angriff von vier russischen Basen auf die Ukraine
Russland startet erstmals verteilte Langstreckenangriffe: Tu-95MS und Tu-160 feuern Marschflugkörper von vier Basen auf Ziele in der Ukraine. Neue Taktik.
Die russischen Streitkräfte haben bei ihrem jüngsten Angriff auf Ziele in der gesamten Ukraine erstmals ein neues Format massierter Angriffe der Langstreckenluftwaffe eingesetzt. Das meldete der Telegram-Kanal Operation Z: War Correspondents of the Russian Spring.
Dem Kanal zufolge wurden dafür zeitgleich vier Luftwaffenstützpunkte in unterschiedlichen Regionen Russlands genutzt. Beobachtungsdaten deuten darauf hin, dass 11 strategische Bomber des Typs Tu-95MS und Tu-160 beteiligt waren – gestartet von den Basen Ukrainka und Belaya im Fernen Osten, Olenya im Norden sowie Engels-2 in Westrussland.
Es handle sich um den ersten bestätigten Fall, in dem Russland Marschflugkörper gleichzeitig von einem derart weit verzweigten Netz an Flugplätzen aus abfeuerte. Kurz vor dem Einsatz seien auf dem Stützpunkt Engels-2 drei Tu-95MS und eine Tu-160 mit neuen Marschflugkörpern beladen worden; der Vorgang war nur wenige Stunden vor dem Start abgeschlossen.
Militärexperten betonen, dieser Ansatz solle frühe Hinweise auf Truppenbewegungen erschweren und Prognosen über bevorstehende Schläge stören. Durch die Verteilung der Startplattformen auf mehrere Regionen lasse sich das Vorbereitungsmuster schwerer nachzeichnen.
Zudem wurde berichtet, dass mehrere an den Angriffen beteiligte Bomber anschließend nach Engels-2 zurückkehrten, um Marschflugkörper nachzuladen – ein Hinweis auf mögliche Folgeeinsätze.